Gesamtkonzept für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und für Senioren gefordert

Ein Ergebnis ihrer Haushaltsklausur ist die Forderung der SPD-Gemeinderatsfraktion nach einem Gesamtkonzept für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und für Senioren in Stockstadt.

Gemeinde soll Bedarfsplanung für Krippenplätze erstellen

Zum geforderten Gesamtkonzept äußerte sich Gemeinderat Thomas Barko in einer Pressemmeldung des Ortsvereins: "Wir erhoffen uns davon Vorschläge, wie den infrastrukturellen Herausforderungen des demografischen Wandels begegnet werden kann. Schließlich sind bereits heute ca.20 Prozent der Stockstädter Bevölkerung 65 Jahre alt oder älter." So müssten zunehmend der Ausbau der Gehwege, und die Anbindung von gemeindlichen Einrichtungen, Ladengeschäften, Gaststätten etc. an die öffentlichen Verkehrsflächen in die Untersuchung einfließen.

Auch die in der Öffentlichkeit kontrovers diskutierte Frage einer öffentlichen Toilette sollte in das Konzept einfließen, und zwar dahingehend, wie die Nutzung vorhandener geeigneter privater Sanitäreinrichtungen erfolgen und gefördert werden kann. Das Modell "Nette Toilette" das in über 120 Städten und Gemeinden in Deutschland bereits etabliert sei, böte hierzu einen überlegenswerten Ansatz.

Krippenplatzbedarf im Auge behalten

Außerdem soll geprüft werden, ob seitens der Gemeinde eine ergänzende Pflege- und Betreuungseinrichtung geschaffen werden kann. Den Sozialdemokraten schwebt dabei als Vorbild das Haus "St. Vinzenz von Paul" in Kleinostheim vor. (siehe Abbildung) Träger der Generationen verbindenden Einrichtung dort ist u. a. die Gemeinde Kleinostheim die eigens dafür die Stiftung Seniorenhort gegründet hat.

In diesem Zusammenhang müsse die Entwicklung des Krippenplatzbedarfs im Auge behalten werden. Hier fordert die SPD eine realistische Bedarfsplanung für die nächsten Jahre. Ein sich eventuell ergebender Mehrbedarf gegenüber der heutigen Situation dürfe nicht überraschend auf die Gemeinde zukommen. Thomas Barko: "Hier muss die Verwaltung im Interesse der Eltern eine realistische Zukunftsplanung vorlegen. Es wäre sinnvoll, bereits heute Planungen einzuleiten, um kurzfristig zusätzliche Krippenplätze ermöglichen zu können."

19.2.2013