Hakenkreuze und Schmierereien auf den Garagenwänden der örtlichen Turngemeinde waren dieser Tage Gegenstand von Kommentaren auf den Facebookseiten Stockstadts. Das ließ SPD-Gemeinderäte und die sozialdemokratischen Kandidatinnen und Kandidaten zum Marktgemeinderat nicht ruhen. Spontan und gemäß ihres Wahlmottos "Wir packen's an" griffen sie zu Farbe, Pinsel und Farbroller und machten sich an die Arbeit.
Und was das mit den Kommunalwahlen zu tun hat, haben die Initiatoren auch gleich deutlich gemacht. Mit der in den sozialen Medien der Stockstädter SPD dokumentierten Aktion lieferten sie zugleich ein Statement, dass Rechtsextremisten und rechte Parteien in der Gemeinde nichts zu suchen haben.
"Fair-Play statt Verachtung
Diesen Sonntag ist Kommunalwahl. Und es erfüllt uns schon mit etwas Stolz und Zuversicht, dass der Stockstädter Bürger, anders als in manch anderen Gemeinden, aus drei Listen wählen kann, die alle aus der Mitte unserer Gesellschaft stammen.
Natürlich wird auch bei uns gestritten: Über die Gestaltung unserer Ortsmitte, das Thema Bahn oder die Planung der neuen Grundschule. Aber bei aller politischen Debatte kann man sich sicher sein:
Es geht immer um die sachliche Auseinandersetzung mit dem Ziel, das Beste für unsere Heimatgemeinde und ihre Bürger zu erreichen. Dafür braucht es Engagement, Respekt und Verantwortung.
Was wir nicht brauchen, ist extremistisches Gedankengut. Weder in unserem Plenarsaal, noch in unserem Ortsbild. Und schon gar nicht in Form von Hakenkreuzen zwischen Turnhalle und Grundschule. Dort, wo unsere Kinder und Jugendlichen Sport treiben, lernen und ihre Freizeit verbringen.
Deshalb haben wir die Ärmel hochgekrempelt und ganz nach unserem Motto "Wir packen's an" gehandelt.
Die Schmierereien wurden überpinselt und bald soll dort ein Motiv unter dem Motto "Fair Play" entstehen. Lasst Euch überraschen.
Ein herzliches Dankeschön an die TG Stockstadt für die Unterstützung.
Und am Sonntag gilt:
Geht wählen. Jede Stimme zählt.
Für unsere Demokratie und für Stockstadt.