Stellungnahme des Marktgemeinderats zum Ausbau der B26 einstimmig verabschiedet

B26 Ausbau im Gemeinderat
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Kein vierspuriger Ausbau zwischen Kreuzung B26/AB16 und Anschluss B469

Einbeziehung der Bürger im weiteren Planungsprozess gefordert

Der geplante vierspurige Ausbau der Darmstädter Straße (B26) soll an der Kreuzung mit der Obernburger Straße (AB16) enden. Das ist das positive Fazit, das der Stockstädter Gemeinderat in seiner Sitzung am 9. Oktober aus der Präsentation des Staatlichen Bauamts Aschaffenburg ziehen konnte.
Ursprünglich waren durchgehend vier Fahrspuren bis zur Auffahrt zur B469 vorgesehen, doch erwartet das Bauamt keine Leistungssteigerung mehr durch diese Maßnahme. Somit bleibt auf dem ca. 3km-langen Abschnitt ein nicht unerheblicher Teil des Hübnerwalds erhalten. Allerdings müsse - so die Planer - dafür eine Rampe zur B469 Richtung Seligenstadt in Kauf genommen werden, die die Rodung von Bäumen zur Folge haben wird.

Kleeblatt und zusätzliche Abbiegespuren

Ausführlich stand der Ausbau der B26 zwischen der Kreuzung und der Gemeindegrenze zu Aschaffenburg im Fokus der Gemeinderäte, dessen Planung Bauamtsleiter Klaus Schwab vorstellte. Danach sollen dieser Teil der B26 auf vier Fahrstreifen verbreitert und der Kreuzungsbereich am Rewe-Markt, sowie die Einmündung der Industriestraße neugestaltet werden. Vorgesehen ist am Knotenpunkt B26/AB16 ein ampelgesteuertes Kleeblatt mit entsprechenden Abbiegespuren und Unterführungen für Fußgänger und Radfahrer. Eine direkte ampelfreie Abbiegespur aus Großostheim kommend, soll so den zusätzlichen Verkehr aus dieser Richtung in die B26 einfließen lassen. Auch der Knotenpunkt Industriestraße soll durch zusätzliche und verlängerte Abbiegestreifen den Verkehrsverhältnissen angepasst werden.

Leistungsfähigere Kreuzungsbereiche

Ziele der Planung seien die Aufnahme zusätzlichen Verkehrs aus Richtung Großostheim, die Steigerung der Leistungsfähigkeit an den beiden Knoten, eine Erhöhung der Verkehrssicherheit und der Ausbau des Radwegenetzes entlang der B26. Für 2022 sei im nächsten Schritt die Vorentwurfsplanung vorgesehen, so das Bauamt.

Kritik am Verfahren

Nach der Präsentation hatten die Fraktionen die Möglichkeit, zu diesen Plänen Stellung zu beziehen. Dabei gab es auch Kritik am Verfahren und an der Kommunikation. So bemängelte SPD-Sprecher Wolfgang Ackermann, dass es eine wie früher übliche Beteiligung des Marktes Stockstadt zum heutigen Planungstand nicht gegeben habe. Es sei eine vom Straßenbauamt geübte Praxis gewesen, den Bürgermeister, Vertreter des Gemeinderats sowie die örtliche Bürgerinitiative frühzeitig an einem „Runden Tisch“ in die Planungen einzubeziehen.

Seinerzeit entstand, so Ackermann, eine favorisierte Variante, die dank kreuzungsfreier Planungen allen Interessen weitgehend Rechnung getragen habe und damals auch seitens des Straßenbauamts favorisiert worden sei. Bei seiner Erwiderung erläuterte Schwab, dass diese Planung verworfen wurde, da u.a. die Anbindung der Industriestraße an die B26 nicht möglich gewesen wäre.

Nachbesserungen gefordert

Dennoch: Für die nun vorgestellte neue Planung sieht die SPD-Fraktion erheblichen Nachbesserungsbedarf. So werde aus ihrer Sicht der Verkehr von und nach Stockstadt in ihrer Gewichtung nicht angemessen beurteilt.
Für Bauamtsleiter Schwab gäbe es aber immer einen Konflikt zwischen dem örtlichen und dem überörtlichen Verkehr.

Die Anmerkungen der SPD flossen, ebenso wie die von CSU und FWG, in die gemeinsame Stellungnahme des Marktes Stockstadt ein. Diese listet die aus Sicht der Gemeinde notwendigen Anforderungen an Lärmvorsorgemaßnahmen und an die Ausgestaltung der Radwege und der Unterführungen, sowie einen Ausgleich für zu fällende Bäume auf. Auch sei für den Forstbetrieb und für den Fuß- und Radverkehr an der Kreuzung der Großostheimer Straße / B26 eine sichere Querung zu schaffen.
Zudem sei sicherzustellen, dass während der Bauzeit die Funktion der Kreuzung B26/AB14 dauerhaft aufrechterhalten werde.

Einstimmiges Votum für Stellungnahme der Gemeinde

Mit Blick auf die schon heute bestehende Belastung der Marktgemeinde durch den Verkehr, die prognostizierten Zuwächse und die vorgestellten Maßnahmen müsse gutachterlich nachgewiesen werden, dass durch den Ausbau kein zusätzlicher Verkehr für die AB16 und das innerörtliche Straßennetz entstehe.
Letztendlich, so die Stellungnahme der Marktgemeinde, sollen im weiteren Planungsprozess die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbezogen werden.

Allen Beteiligten war klar, dass ein Ausbau der B26 notwendig sei. Doch über das „wie“ wurde diskutiert und angemerkt, dass auch eine zweistreifige Lösung für den Abschnitt ausreichend sein müsse.
Einstimmig votierten die Gemeinderäte am Ende der Diskussion für die finalen Formulierungen der Marktgemeinde.

Ausbau der B469 im November auf der Tagesordnung

Die Präsentation des Staatlichen Bauamts beinhaltete neben den Planungsvorstellungen zur B26 auch die zum weiteren Ausbau der B469 zwischen den Anschlussstellen Stockstadt und Großostheim. Auch dazu wird der Markt Stockstadt im Bau- und Umweltausschuss am 11. November eine Stellungnahme erarbeiten.

Für den im Bundesverkehrswegeplan ebenfalls enthaltenen Ausbau der B469 zwischen Stockstadt und dem Anschluss zur A45/Mainhausen soll laut Staatlichem Bauamt in Kürze mit einer Voruntersuchung begonnen werden.

Den Wortlaut der Stellungnahme der SPD zum geplanten Ausbau der B26 lesen Sie hier.

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SPD vor Ort: Informationen und Diskussion zum Standortgutachten Grundschule

SPD/ld

Bürgergespräch zum Standort der künftigen Grundschule

Mit dem am 30. Juli im Marktgemeinderat präsentierten Gutachten zum künftigen Standort der Grundschule, liegen den Gemeinderäten nunmehr konkrete Empfehlungen vor. Um auch die Stockstädter Bürger zu informieren und deren Meinungen und Anregungen in die Entscheidungsfindung einzubeziehen, lud der SPD-Ortsverein Vertreter der Schulen und der Elternbeiräte sowie zahlreicher Vereine, zu einer Diskussionsveranstaltung in den Goldenen Engel ein.

Nahezu 50 Teilnehmer waren gekommen, mehr ließen die Corona-Bestimmungen leider nicht zu.
In seiner Begrüßung machte SPD-Gemeinderat und 2.Bürgermeister Dieter Trageser deutlich, dass es darum gehe, die beste Lösung für den Grundschulneubau zu finden. Es gelte, für die endgültige Standortentscheidung größtmögliche Akzeptanz auch bei den Bürgern zu erreichen. Dafür seien Transparenz und umfassende Informationen Voraussetzung. Dazu wolle die SPD mit dieser Veranstaltung beitragen. Diese Aufgabe übernahm an diesem Abend Thomas Barko, ebenfalls Mitglied der SPD-Fraktion im Gemeinderat.

Bereits im Wahlkampf ein Thema

Zu Beginn seiner Ausführungen erinnerte er daran, dass die Diskussion um den Standort bereits im Wahlkampf auf reges Interesse gestoßen war. Die SPD hatte sich frühzeitig für einen Standort an der Mittelschule ausgesprochen und dafür zahlreiche Argumente angeführt. Auch die anderen im Gemeinderat vertretenen Fraktionen hatten im Vorfeld mit ihrem favorisierten Standort um Stimmen geworben. Dass die damit verbundenen Aussagen nicht immer den Kern der Sache trafen, mag wohl dem Wahlkampf geschuldet gewesen sein. Doch nunmehr sei es notwendig die zu treffende Standortentscheidung auf belastbare Beine zu stellen.
In den Diskussionen mit den Bürgern sei es neben dem zentralen Thema, eine zeitgemäße Schule am besten Standort zu errichten, auch um den Erhalt der historischen Schulgebäude gegangen. Ebenso um die Nachnutzung des heutigen Schulgeländes, sowie um eine sichere und effiziente Verkehrsanbindung,um den Anforderungen der nächsten siebzig Jahre gewachsen zu sein.

Gutachten: Drei Standorte in engerer Wahl

Umso gespannter waren die Erwartungen an das Ergebnis des Gutachtens. Dies stand dann auch im Mittelpunkt seiner Präsentation. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, erläuterte Barko die Methodik, mit der das Planungsbüro an das Thema heranging, und stellte dann die fünf untersuchten Standorte vor, ohne deren Vor- bzw. Nachteile persönlich zu bewerten.
Bereits bei der Präsentation im Marktgemeinderat war klar, dass zwei Standorte nicht weiterverfolgt würden, da die dafür benötigten Grundstücke im Bereich Dreispitz nicht Eigentum der Gemeinde sind. Allein wegen des damit verbundenen planerischen Aufwands wäre das Bauvorhaben dort um Jahre verzögert worden. Insofern war die Aufmerksamkeit auf die drei verbliebenen Standorte gerichtet: den bisherigen Standort an der Schulstraße, einen Standort in Nachbarschaft zum Waldschwimmbad und einen Standort (mit drei Varianten) an der Mittelschule.

Standort Mittelschule präferiert

Letzten Endes setzte das Planungsbüro in seiner abschließenden Bewertung den Standort an der Mittelschule auf Platz 1.
Die Begründung im Wortlaut: „Dieser Standort überzeugt hinsichtlich der Standorteignung. Aufgrund der günstigen Gegebenheiten ist die Grundschule hier am besten realisierbar und dient der Stärkung des Standorts als „Schuladresse“. Die Konzentration schulischer Nutzungen ermöglicht hier Synergien mit der Mittelschule (Ersatz der sanierungsbedürftigen Turnhalle), der Frankenhalle für Vereins-/Freizeitsport und den Einrichtungen der Kinderbetreuung.“
Auf Platz 2 folgt der Standortvorschlag Waldschwimmbad und auf Platz 3, der bisherige Standort an der Schulstraße.

Synergien mit Vereinssport

Für die sich anschließende Diskussion war die Darstellung des Flächen- und Raumprogramms von besonderem Interesse. Barko verwies darauf, dass es sich bei den Planungsansätzen um eine erste Grobplanung handele. Die detaillierte Planung müsse erst noch durch ein Architekturbüro erfolgen.
Wie wichtig diese aber sei, so Barko, zeige sich vor allem bei der Gestaltung und den sich erschließenden Möglichkeiten der Nutzung der Sportanlagen. Hier seien auch die Schnittstellen zu den Vereinen entsprechend zu bewerten. So würde ein Lehrschwimmbecken auch Synergien für Kindergärten und -krippen, bzw. für Seniorenschwimmen oder Übungen der Wasserwacht bieten. Sinnvoll sei eine Doppelsporthalle, da die aktuelle Halle am Standort Mittelschule eine dringende Sanierung benötige.

Fragen und Anregungen

Im anschließenden Dialog ging es vor allem auch um diese Thematik. Fragen und Anregungen zur Hallengröße, zur Aufteilung der Halle bei zeitgleicher Mehrfachnutzung der Doppelsporthalle oder zur Koordination bei der Belegung, gingen mitunter bereits ins Detail oder ermunterten zu weitergehenden Wünschen, wie die Schaffung zusätzlicher Vereins- oder Lagerräume.
Kritisch gesehen wurde von zwei Teilnehmerinnen u.a. die räumliche Nähe von Grund- und Mittelschule und die gemeinsame Nutzung beispielsweise der Sporthalle. Hier seien in Abstimmungsfragen Konflikte zwischen Grund- und Mittelschule zu erwarten. Konflikte mit Badegästen bei der Verkehrsanbindung sahen zwei andere Teilnehmer dafür am Standort Waldschwimmbad. Sie favorisierten die Flächen an der Mittelschule mit der bereits bestehenden Busverbindung. Auch die Frage der Parkmöglichkeiten wurde in diesem Zusammenhang angesprochen.

Aufwertung durch neue Nutzung

Unter dem Stichwort „Alte Schule – neue Nutzung“ wurde schließlich noch eine Ideenrunde eingeleitet, die sich um die künftige Gestaltung des Standorts an der Schulstraße drehte, sollte dieser für die neue Grundschule nicht realisiert werden. Hier verspricht man sich in diesem Fall eine Aufwertung mit vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten. Die Ideen der Teilnehmer reichten von einem Naherholungsgebiet in Verbindung zur Gersprenz über Raum für neue Wohnkonzepte bis zu Einrichtungen der Nahversorgung oder einem zentralen Ärztehaus.

Entscheidung fällt im Marktgemeinderat

Alles in allem erbrachte die Veranstaltung zahlreiche Anregungen und Meinungen, die es nun innerhalb der SPD-Fraktion zu diskutieren und zu bewerten gilt, bevor in wenigen Wochen über den endgültigen Standort der neuen Grundschule im Marktgemeinderat entschieden werden wird.
Mit dem Dank von Dieter Trageser an die Teilnehmer für eine offene und immer sachliche Diskussion endete der offizielle Teil der „SPD vor Ort“-Veranstaltung. In manch Einzelgesprächen ging jedoch der Meinungsaustausch weiter, und der ein oder andere nutzte die Veranstaltung, um den Abend bei einem kühlen Getränk ausklingen zu lassen.

Ihre Meinung ist uns wichtig.

Wir möchten auch weiter mit Ihnen im Gespräch bleiben. Da die Veranstaltung am 8. September Corona-bedingt nur mit einer eingeschränkten Teilnehmerzahl möglich war, wollen wir den Dialog mit allen Stockstädter Bürgerinnen und Bürgern fortsetzen.

Senden Sie uns ihre Fragen, Anregungen oder Kommentare. Wir werden an dieser Stelle und auf Facebook weiter berichten.

Unsere Mailadresse: grundschule@spd-stockstadt-main.de

Gemeinderat: Grundschulgutachten für Standort Mittelschule

Grundschulgutachten: Stockstädter SPD sieht sich bestätigt
Standort an der Mittelschule punktet u.a. mit zentraler Lage und Synergien

Der beste Standort für die neue Grundschule in Stockstadt ist das Gelände zwischen Mittelschule und Frankenhalle. Das ist das Ergebnis eines neutralen Gutachtens, das am 30. Juli im Gemeinderat vorgestellt wurde.

Für diesen Standort sprechen danach in erster Linie die zentrale Lage, mögliche Synergien mit den dort bereits bestehenden Einrichtungen und Aspekte der langfristigen Entwicklung der Marktgemeinde.

Die Stockstädter SPD fühlt sich durch dieses Ergebnis in ihrer Präferenz für diesen Standort bestätigt. „Alle unsere Argumente der vergangenen Monate haben sich als berechtigte und wichtige Kriterien bei der Standortauswahl herausgestellt“, bewertete der Fraktionssprecher im Marktgemeinderat, Wolfgang Ackermann, das Gutachten.

Außer dem Bereich an der Mittelschule wurden der bisherige Standort an der Schulstraße, eine Fläche in Nachbarschaft zum Schwimmbad und zwei Grundstücke im Bebauungsbereich Dreispitz begutachtet, die beide jedoch am schlechtesten benotet wurden und als mögliche Standorte kaum Realisierungschancen besitzen.

Hinter dem Standort Mittelschule und dem Gelände am Schwimmbad fand sich der aktuelle Grundschulstandort nur auf Platz 3 wieder. Diese Bewertung des derzeitigen Platzes an der Schulstraße sei auch eine Absage an eine mehrjährige Unterbringung der Schüler und Lehrer in Containern, so Ackermann. Zudem böte das Gelände, nach einem Umzug der Grundschule, der Marktgemeinde dort Chancen für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Gemeinde. Außerdem hätten sich die Verkehrsbelastung im Bereich Schulstraße und die im Vergleich höchsten Kosten für diese Variante als nachteilig erwiesen.

„Es muss das Ziel aller Beteiligten sein, für die nächsten Jahrzehnte unseren Grundschulkindern die besten Lern- und Bildungsvoraussetzungen zu schaffen und dazu sei ein neuer Standort die erste Weichenstellung“, so Ackermann mit Blick auf die Bedeutung der im Herbst im Gemeinderat zu treffenden Entscheidung. Bis dahin werden sich die Fraktionen in den nächsten Wochen beraten.

Die Beauftragung eines Gutachtens war von allen drei im Maktgemeinderat vertretenen Parteien im Dezember 2018 beschlossen worden. Im vergangenen Jahr vergab die Gemeinde den Auftrag an die Landschaftsarchitekten.Stadtplaner GmbH "arc.grün" in Kitzingen.

Benedikt Klebing neuer Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Stockstadt

Der neue Vorsitzende und seine Stellvertreterinnen Valentina Schwarz und Janine Morhard (v.l.)
SPD/ld

Mitglieder wählen Nachfolger von Rafael Herbrik
„Bewährtes erhalten und neue Impulse setzen“

Benedikt Klebing ist neuer Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Stockstadt. Bei ihrer Versammlung am vergangenen Samstag wählten die Mitglieder den 36jährigen Diplom-Wirtschaftsingenieur zum Nachfolger von Rafael Herbrik, der nach seiner Wahl zum Bürgermeister der Marktgemeinde im März nicht erneut für den Vorsitz kandidiert hatte.

Auch die Stellvertreterpositionen wurden neu besetzt. Gewählt wurden die Bankkauffrau Janine Morhard und die Chemotechnikerin Valentina Schwarz. Damit entschieden sich die Mitglieder für ein junges Spitzentrio und neue Gesichter an der Spitze des Ortsvereins. Wechsel gab es auch im insgesamt 17-köpfigen Vorstand auf weiteren Positionen. So gehören dem Gremium neu Jonas Eisert als Schriftführer, Tatjana Zürn als stellvertretende Kassiererin und Silke Hock, Christopher Holzapfel und Wolfgang Sußner als Beisitzer an. Wiedergewählt wurden Lutz Laemmerhold als Pressesprecher und als sein Vertreter Stefan Schaupp, Linda Ersing als Kassiererin, Margot Hachelaf als stellv. Schriftführerin und als Beisitzer Heike Eisert, Christian Gerlach und Armin Klebing. Die Fraktion im Gemeinderat vertreten künftig Wolfgang Ackermann und Klaus-Dieter Hollstein, als Revisoren gewählt wurden Dieter Trageser und André Pasternak. Nicht mehr im Vorstand vertreten sind neben Rafael Herbrik, die Gemeinderäte Elke Conti und Thomas Barko, sowie Thomas Leimeister, Blandina Steinbach und Gertrud Trageser. Sie hatten auf eine Wiederwahl verzichtet.

Bewährte und neue Kommunikationsformen

In seiner Antrittsrede dankte der neue Vorsitzende dem bisherigen Vorstandsteam mit seiner jahrelangen und erfolgreichen Vorstandsarbeit. Darauf wolle er aufbauen. „Bewährtes erhalten und neue Impulse setzen“, das werde das Motto des neuen Vorstands sein und das spiegele auch die Zusammensetzung des Gremiums wider. Bewährt haben sich, so Klebing, die Gespräche mit den Bürgern bei zahlreichen Veranstaltungen, „vor-Ort“-Terminen und Festen. Neue Impulse wolle man in der digitalen Kommunikation setzen, um die jüngeren Bevölkerungsgruppen verstärkt anzusprechen und sie für ein politisches Engagement zu gewinnen. Wenngleich die Mitgliederanzahl derzeit stabil ist, sei die Gewinnung neuer Mitglieder eine der wichtigsten Aufgaben. Strukturell erwartet sich Klebing dafür, auch durch die geplante Neugründung der Arbeitsgemeinschaft der Jusos, Unterstützung.

Umsetzung des Wahlprogramms

Für die politische Arbeit steht für die kommenden Jahre die Umsetzung der im SPD-Programm zur Kommunalwahl genannten Themen im Vordergrund. Diese reichten vom Grundschulneubau und der Schwimmbadsanierung, der Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs und dem Ausbau des Radwegenetzes bis zur Schaffung von neuem Wohnraum und der stärkeren Einbeziehung der älteren Bürger in das Gemeindeleben. Zu diesem Punkt soll die örtliche Neugründung der Arbeitsgemeinschaft „60Plus“ in der SPD künftig einen Beitrag liefern, ein Zusammenschluss von ehemaligen Mandatsträgern und Mitgliedern, um das Interesse und Engagement der älteren Mitbürger in Stockstadt zu fördern. Bei all diesen Themen sieht Klebing den Ortsverein auch als „Sparringspartner“ der Fraktion im Gemeinderat.

Rückblick auf acht Jahre Vorsitz

Zu Beginn der Mitgliederversammlung hatte der scheidende Vorsitzende Rafael Herbrik in einer launigen Rede auf seine achtjährige Amtszeit zurückgeblickt. Er habe den Ortsverein gerne geleitet. Sein Dank galt dem Team, das sich in dieser Zeit immer für eine an den Bürgerinteressen ausgerichtete Politik engagierte. Der Erfolg bei den Kommunalwahlen in diesem Jahr mit dem Wechsel im Bürgermeisteramt sei der verdiente Lohn für die Stockstädter SPD und habe ihn mit Stolz erfüllt. Dass im Vergleich mit anderen Gliederungen in der Partei die Zahl der Mitglieder im Ortsverein stabil geblieben sei, bewertete er auch als Ausdruck persönlicher Verbundenheit in einer starken Gemeinschaft.
Dazu passte, dass Herbrik als letzte Amtshandlung des alten Vorstands drei neue Mitglieder im Ortsverein begrüßen konnte.

Delegiertenwahl

Im weiteren Verlauf der auch durch die Corona-Bestimmungen geprägten Versammlung, und die in den bewährten Händen des ehemaligen Bürgermeisters Lothar Schaffrath lag, wählten die Mitglieder noch die Delegierten für den SPD-Kreis- bzw. Unterbezirksparteitag. Diese Funktionen übernehmen nun künftig Benedikt Klebing, Jonas Eisert, Stefan Schaupp, Rafael Herbrik und Elke Conti und als Ersatzdelegierte Janine Morhard, Valentina Schwarz, Margot Hachelaf, Armin Klebing und Linda Ersing.

Benedikt Klebing – zur Person

Klebing ist 36 Jahre alt und gebürtiger Stockstädter. Nach dem Abitur absolvierte er das Studium zum Wirtschaftsingenieur mit Stationen in Schweinfurt, Würzburg und im Rhein-Main-Gebiet. Aktuell ist er Manager für Digitalisierung in einem Darmstädter Chemieunternehmen.
In der SPD ist er seit über 18 Jahren. Politische Erfahrung sammelte er u.a. im Vorstand der Jusos im Unterbezirk Hessen-Süd, als Beisitzer in Ortsvereinen in Wiesbaden und Frankfurt.
Seit einem Jahr lebt Klebing wieder in der Marktgemeinde. Er stammt aus einem sozialdemokratischen Haushalt, auch sein Vater Armin war bereits Vorsitzender des SPD-Ortsvereins in Stockstadt.

Erfolg für Bürgerprotest: Weiterhin nur 30 km/h auf der Hauptstraße

SPD/ld

SPD:Beibehaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung ein erster Erfolg der Bürgerproteste.
50km/h vom Tisch.
Lob für Bürgermeister und Landrat.

Die Stockstädter SPD begrüßt die Entscheidung, die bisherige Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h auf der Hauptstraße beizubehalten. Nach der Sanierung der stark befahrenen Kreisstraße im vergangenen Jahr stand die Ankündigung im Raum, die 30 km/h-Grenze aufzuheben.

Dagegen, und gegen die Aufhebung der Tonnagebeschränkung von LKW über 16 Tonnen, hatten Stockstädter Bürger protestiert. Die örtliche SPD sammelte in einer Petition über 1.800 Unterschriften, die dem damaligen Landrat Reuter übergeben wurden.
In einer Presseinformation schrieb der Fraktionsvorsitzende der SPD im Marktgemeinderat, Wolfgang Ackermann: „Diese Entscheidung ist ein Erfolg der Vernunft und die einzig richtige Entscheidung im Sinne der Verkehrssicherheit. Die Proteste der Bürger haben ihre Wirkung nicht verfehlt.“
Er dankte Landrat Legler, der sich die Sicht der Stockstädter zu eigen gemacht habe und die 30 km/h-Begrenzung auch auf den Bereich der Gersprenzbrücke bis zum nördlichen Kreisel ausweiten will.
Dass diese Entscheidung so schnell nach der Kommunalwahl getroffen wurde, sei auch dem Beharren des neuen Bürgermeisters Rafael Herbrik (SPD) zu verdanken, der in den Gesprächen mit Landrat Legler keinen Zweifel daran ließ, dass eine Anhebung der Geschwindigkeitsgrenze auf 50 km/h allen Bemühungen um mehr Verkehrssicherheit und dem Verlangen der Bürger Stockstadts zuwiderlaufe.
Ackermann: „Was dem bisherigen Bürgermeister Wolf (CSU)und Landrat Reuter in einem Jahr nicht gelang, wurde nun in nur wenigen Monaten von Landrat Legler und Bürgermeister Herbrik besiegelt."

Allerdings mahnte Ackermann die nach wie vor nicht gelöste Rücknahme der Tonnagebeschränkung für LKW an. Der Schwerlastverkehr auf der Hauptstraße sei insbesondere für die nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer eine permanente Gefahr. Das Thema sei aber noch nicht vom Tisch. Seine Partei werde sich auch in diesem Punkt weiter für eine Lösung im Sinne der Bürger einsetzen, so der SPD-Fraktionssprecher.
Er begrüßte in diesem Zusammenhang, dass die Gemeinde Messungen in Auftrag gegeben habe, die feststellen sollen, inwieweit durch LKW hervorgerufene Erschütterungen, die teilweise alte Bausubstanz der Gebäude an der Hauptstraße in Mitleidenschaft ziehen könnten.