Auch in Stockstadt hat die heiße Phase des Kommunalwahlkampfs begonnen. Der jetzt erschienene Blickpunkt des SPD-Ortsvereins liefert noch einmal gute Argumente für die Fortsetzung der Politik von Bürgermeister Rafael Herbrik und der SPD-Fraktion im Marktgemeinderat.
"Stockstadts Zukunft nimmt Gestalt an" - die Titelgeschichte verweist auf die Baufortschritte und Planungen, die Stockstadts Ortsgestaltung spürbar verändern werden. In wesentlichen Punkten wurden dafür in der vergangenen Legislaturperiode die Weichen gestellt.
Eine falsche Weichenstellung sieht Fraktionssprecher Klaus-Dieter Hollstein im Wahlkampf der CSU. Er kommentiert deren Versprechungen, mit der Deutschen Bahn eine Untertunnelung der Bahnschranke realisieren zu können, und vermisst dabei jede Spur von Realitätssinn.
"Sechs Jahre verantwortungsvolle Politik für Stockstadt", unter dieser Überschrift listet ein Beitrag von Klaus-Dieter Hollstein Themen auf, die nicht so sehr im Fokus standen, wie Grundschulneubau, Kita oder Waldschwimmbad. Der Text ist ein gekürzter Auszug aus einem umfangreicheren Artikel über die wesentlichen Entwicklungen in Stockstadt, sowie über Entscheidungen des Marktgemeinderats in der letzten Legislaturperiode. Den kompletten Text können Sie hier lesen.
Auch im Blickpunkt: Berichte über den neuen Verein "Miteinander - Füreinander" und über die Stockstädter Gemeindebibliothe, die mehr ist als nur eine Bücherei. Und SPD-Jugendbeauftragter und stellvertretender Sprecher der Fraktion im Gemeinderat, Stefan Schaupp, schreibt, wie der Bolzplatz im Dreispitz zu einem Vorzeigespielfeld wurde.
Die Januar-Ausgabe des Blickpunkt steht hier auch als Download bereit.
Blickpunkt Dezember 2024 (PDF, 2,90 MB)
Blickpunkt September 2024 (PDF, 5,58 MB)
Blickpunkt Dezember 2023 (PDF, 7,72 MB)
Blickpunkt Juli 2023 (PDF, 7,46 MB)
Blickpunkt Dezember 2022 (PDF, 8,48 MB)
Blickpunkt Dezember 2021 (PDF, 4,62 MB)
Blickpunkt Juli 2021 (PDF, 3,02 MB)
Blickpunkt Dezember 2020 (PDF, 4,76 MB)
Blickpunkt Februar 2020 (PDF, 4,34 MB)
Blickpunkt April 2019 (PDF, 8,51 MB)
Blickpunkt Dezember 2018 (PDF, 3,53 MB)
Blickpunkt September 2018 (PDF, 5,49 MB)
Blickpunkt April 2018 (PDF, 3,97 MB)
Blickpunkt Dezember 2017 (PDF, 7,53 MB)
Blickpunkt Dezember 2016 (PDF, 3,77 MB)
Blickpunkt Juli 2016 (PDF, 7,86 MB)
Blickpunkt Dezember 2015 (PDF, 4,86 MB)
Blickpunkt Juni 2014 (PDF, 3,78 MB)
Blickpunkt März 2014 (PDF, 3,19 MB)
Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe "SPD vor Ort" suchen am kommenden Samstag unser Bürgermeister Rafael Herbrik, die SPD-Gemeinderäte und unsere Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahlen 2026 den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern Stockstadts.
Für uns an dieser Stelle Anlass, einmal auf den ausgewählten Treffpunkt näher einzugehen. Denn der Bolzplatz gilt nach seinem Umbau als der schönste und attraktivste im Landkreis Aschaffenburg. Und das zu Recht.
Stefan Schaupp, stellvertretender Sprecher der SPD-Fraktion und Jugendbeauftragter der SPD, zu Geschichte und Hintergrund dieses Stockstädter Schmuckstücks:
Wie eine Jugendumfrage, viel Teamarbeit und klare Beschlüsse Stockstadts Lieblingsspielfeld möglich gemacht haben.
Alles begann im Mai 2023 mit einer einfachen, aber wichtigen Frage an unsere Jugendlichen: Was braucht ihr in Stockstadt - und wo drückt der Schuh? Die Jugendbeauftragten – darunter für die SPD-Fraktion Stefan Schaupp – und Jugendpflegerin Esther Holzapfel schrieben 738 Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren an. 42 Rückmeldungen gingen in die Auswertung ein. Das Ergebnis war eindeutig:
Neben viel Lob für unser Waldschwimmbad gab es vor allem Kritik am Zustand des Bolzplatzes am Dreispitz und an den Öffnungszeiten der Sportplätze. Bei der Ergebnisvorstellung im September 2023 gemeinsam mit Bürgermeister Rafael Herbrik war klar: Hier müssen wir handeln. Anschließend folgten zwei Anträge im Marktgemeinderat, die den Weg für Verbesserungen freimachten.
Vom Impuls zum Beschluss
Auf die Umfrage folgte die politische Umsetzung in zwei Schritten:
Zunächst stellte ein Antrag im Jahr 2023 sicher, dass im Haushalt 2024 die Planungskosten für den Bolzplatz eingestellt wurden. In enger Abstimmung zwischen Bürgermeister, Jugendpflegerin, Jugendbeauftragten, Verwaltung und Bauamt entstand daraufhin ein tragfähiges Konzept.
Im zweiten Schritt folgte Ende 2024 der Antrag der Jugendbeauftragten zur konkreten Umsetzung, sodass 2025 die Realisierung starten konnte.
2025: Der Bolzplatz bekommt einen Kunstrasen – und wird Publikumsliebling
In diesem Jahr wurde umgesetzt, was viele gefordert hatten: Der Bolzplatz erstrahlt als Kunstrasenplatz – robust, sicher und das ganze Jahr nutzbar. Und eine besondere Überraschung hatte noch Bauamtsleiter Oliver Katzenmeier bereit: Das Fußballfeld erhielt statt des Anstoßpunktes das Stockstädter Wappen. Auch wohl einmalig im Fußball.
Die Resonanz ist groß: Inzwischen ist der Platz zum Treffpunkt geworden, an dem sich Teams spontan bilden, Bälle rollen und Fair Play gelebt wird.
Noch nicht alles
Damit war die Umgestaltung des Areals aber noch nicht abgeschlossen: Zusätzlich zum bereits vorhandenen Baskettballfeld, zum Volleyballnetz und zum Kletterspielgerät sind vor kurzem noch eine Tischtennisplatte und zwei Minifußball-Tore (neben dem Hauptfeld) dazugekommen. So können gerade die Jüngsten an stark frequentierten Tagen ebenfalls zum Zug kommen.
Und auch im neuen Jahr möchten Jugendbeauftragte und Jugendpflege in engem Austausch mit der Verwaltung weitere Verbesserungen rund um den Bolzplatz anstoßen.
Miteinander macht’s möglich
Dieses Projekt zeigt, wie gute Kommunalpolitik funktioniert: Jugendlichen zuhören, ihre Ideen ernst nehmen, gemeinsam mit Bürgermeister, Marktgemeinderat, Bauamt und Fachplanern pragmatisch Lösungen entwickeln – und dann konsequent umsetzen. Herzlichen Dank an alle, die mitgedacht, mitgeplant und mit angepackt haben!
Unser Fair-Play-Appell
Bitte achtet darauf, keinen Müll zu hinterlassen und die festgelegten Nutzungszeiten einzuhalten – aus Rücksicht auf die Anwohnerinnen und Anwohner. So bleibt der Dreispitz für alle ein Ort, an dem Bewegung, Begegnung und Rücksicht zusammengehören.
Stefan Schaupp
stv. Sprecher und Jugendbeauftragter
der SPD-Fraktion im Marktgemeinderat
Fotos: SPD/Stockstadt-ld/stsch
120 Jahre SPD Stockstadt
Auf 1905 datiert die Urkunde das Gründungsdatum der Stockstädter SPD. Aus diesem Anlass fand am 18. Oktober eine Feier statt, zu der gut fünfzig Mitglieder und Gäste den Weg ins Vereinsheim des SV Stockstadt gefunden hatten.
In einem launigen Vortrag erinnerte der Ortsvereinsvorsitzende Benedikt Klebing an die vielen historischen Daten und Ereignisse der Geschichte und schlug den Bogen von den Anfängen, einer Zeit, als die Männer noch Schnauzer trugen, die Frauen leider noch nicht wählen durften – und die Hofhunde offenbar die härtesten Gegner der SPD waren, über 1919, als in Stockstadt zum ersten Mal demokratisch gewählt werden konnte, über die Jahre der NS-Diktatur mit Verfolgung und Verbot der SPD, dem 2. Weltkrieg und dem Neubeginn 1945 bis heute.
Eine spannende Reise durch 120 Jahre Stockstädter Geschichte, mit SPD-Bürgermeistern, Gemeinderäten und engagierten Mitgliedern: Die SPD Stockstadt war immer dabei, wenn es darum ging, das Leben der Menschen besser zu machen.
Bildlich ergänzt wurde der Vortrag von zwei Tafeln, auf denen Dokumente, Fotos und Zeitungsberichte die letzten Jahrzehnte noch einmal Revue passieren ließen. Grußworte der SPD-Landtagsabgeordneten Martina Fehlner und des SPD-Kreisrats Wolfgang Jehn, der dem Ortsverein ein Geschenk der Landkreis-SPD überbrachte, rundeten den Nachmittag ab.
Als weiterere Gäste konnte der Ortsverein die beiden SPD-Unterbezirksvorsitzenden, Aschaffenburgs Bürgermeister Eric Leiderer und Manuela Bleuel aus Kleinostheim, in Stockstadt begrüßen.
Dieter Trageser erhält Willy-Brandt-Medaille
Ein besonderer Moment war die Verleihung der Willy-Brandt-Medaille an Dieter Trageser für sein langjähriges Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz für Stockstadt und die SPD.
Der Ortsvereinsvorsitzende Benedikt Klebing überreichte Dieter Trageser die höchste Auszeichnung, die die Partei an ihre Mitglieder vergibt. Damit ehrt sie Mitglieder, die sich, auch auf kommunaler Ebene, in ganz besonderer Weise um die Sozialdemokratie verdient gemacht haben.
Dieter Trageser begann 1990 seine kommunalpolitische Laufbahn als Mitglied des Stockstädter Gemeinderats. Es folgten bis heute 35 Jahre als Mitglied der SPD-Fraktion. Seit 2014 ist Dieter Trageser zudem 2. Bürgermeister der Marktgemeinde. Vor zwei Jahren erhielt er die kommunale Verdienstmedaille des Bayerischen Innenministeriums für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung.
In einer sehr persönlichen Laudatio erinnerte der Erste Bürgermeister Rafael Herbrik daran, wie sehr sich Dieter Trageser insbesondere in der Flüchtlingshilfe für die Asylbewerber und deren Integration eingesetzt habe, ebenso für die Anliegen der Stockstädterinnen und Stockstädter in der Corona-Zeit. Oft unbürokratisch und mitunter gegen Widerstände, aber immer mit dem festen Willen, den zahlreichen Herausforderungen zum Erfolg zu verhelfen. Auch ihm, so Rafael Herbrik, habe er gerade in der Anfangszeit nach der Wahl zum ersten Bürgermeister immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden. "Auf Dieter Trageser war und ist immer Verlass."
Mit ihrem stehenden Applaus machten die Anwesenden deutlich, wie sehr Dieter Trageser die Ehrung verdient hat. Sie dankten ihm für sein Engagement, mit dem er in den letzten Jahrzehnten Stockstadt mitgeprägt, und die SPD als Partei für die Bürgerinnen und Bürger maßgeblich mitgestaltet hat. Auch wenn er zur Kommunalwahl im März nicht mehr antritt, Dieter Trageser wird der SPD und Stockstadt auch weiterhin eng verbunden bleiben.
Ehrungen langjähriger Mitglieder
Anschließend konnte Benedikt Klebing langjährige Mitglieder ehren, die es in diesem Jahr auf insgesamt 225 Jahre SPD-Mitgliedschaft gebracht haben.
Allein auf 60 Jahre blickt dabei Ernst Sauer zurück, der als 26jähriger der SPD beitrat und bis heute trotz des hohen Alters aktiv am politischen Geschehen und Anteil nimmt. Für 40jährige Mitgliedschaft geehrt wurden Jürgen Brustmann und Manfred Ramming. Roswitha Pasternak und Elke Schäfer, die ebenfalls seit 40 Jahren in der SPD mit dabei sind, konnten, ebenso wie Thorsten Schick für 25 Jahre SPD, leider an diesem Nachmittag ihre Urkunden nicht persönlich in Empfang nehmen.
Bevor der offizielle in den gemütlichen Teil mit Buffet und reichlich Getränken überging, gab es noch Dankesworte an die Helferinnen und Helfer, ohne die in den letzten zwölf Monaten die SPD-Veranstaltungen rund um den 1. Mai und die Teilnahme an Adventsmarkt und Kerb nicht möglich gewesen wären. Ein Dankeschön ging aber auch an die, die diese Veranstaltung liebevoll vorbereitet und organisiert hatten.
Eine Übersicht über die Ergebnisse der Landtagswahl in Stockstadt.
Quelle: Stadt Aschaffenburg
Gesamtstimmenanteil Stockstadt:
Erststimmenanteil Stockstadt:
Zweitstimmenanteil Stockstadt
Stimmenanteil aller Stimmkreisbewerber:
Gesamtstimmenanteil Wahlkreis 602 Aschaffenburg-West:
Bayern gesamt - Stimmenanteil Endergebnis
Wer die SPD-Abgeordneten im künftigen bayerischen Landtag sind, erfahren Sie hier
Liebe Stockstädterinnen,
liebe Stockstädter,
Stockstadt hat gewählt. Und am Anfang einer jeden Stellungnahme steht der Dank an alle, die der SPD und unseren Kandidatinnen und Kandidaten ihre Stimmen gegeben haben. Mit dem Votum insbesondere für unsere Landtagsabgeordnete haben sie dazu beigetragen, dass Martina Fehlner auch künftig im Münchener Landtag die Interessen des Landkreises und Stockstadts vertreten kann.
Ein großer Dank geht auch an alle unsere engagierten Helferinnen und Helfer, die in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten mit ihrem Einsatz und ihrer Unterstützung vor Ort weite Teile ihrer Freizeit dem Wahlkampf gewidmet haben.
Auch gebührt all denen Dank, die am Wahltag sich für die Organisation in den Wahllokalen und bei der Stimmenauszählung im Rathaus zur Verfügung gestellt haben. Ohne deren ehrenamtliche Mitwirkung wäre die Durchführung von Wahlen nicht denkbar.
Das schlechte Ergebnis der Landtagswahl für die SPD in Bayern wird in den entsprechenden Parteigremien selbstkritisch analysiert und aufgearbeitet werden müssen. Es war zwar auf dem Papier eine Landtagswahl, allerdings stand sie ganz im Zeichen bundespolitischer Themen und einer Auseinandersetzung mit der Politik der Berliner Bundesregierung. Dagegen konnte sich auch die bayerische SPD mit ihren Themen zu fairen Mieten, bezahlbaren Wohnungen, einer guten Krankenhausversorgung, kostenfreien Kitas und bezahlbaren Pflegeleistungen wenig Gehör verschaffen.
Auch wenn das mehr als schmerzhaft ist, konnte Martina Fehlner als Direktkandidatin im Wahlkreis Aschaffenburg-West, einen großen politischen Erfolg erzielen. Trotz Stimmenverlusten lag sie mit einem Erststimmenanteil von 15,6 Prozent um 7,2 Prozentpunkte über dem bayerischen Gesamtergebnis und erreichte hier für die SPD das beste Resultat aller Kreisgemeinden und der Stadt Aschaffenburg.
Dieser persönliche Erfolg ist ihrem Engagement und ihrer kontinuierlichen Arbeit in den vergangenen Jahren zu verdanken. Stockstadt und Martina Fehlner sind seit jeher miteinander stark verbunden.
Die Wählerinnen und Wähler haben das entsprechend honoriert. Der Ortsverein gratuliert Martina Fehlner zu ihrem Wiedereinzug in den Landtag und wünscht ihr viel Erfolg bei ihrer politischen Arbeit im Landtag für die kommende Legislaturperiode.
Leider hat die Wahl gezeigt, dass im Kreis und in Aschaffenburg, aber auch in Stockstadt, die AfD zu erheblichen Stimmengewinnen gekommen ist. Schwer ertragbar, dass eine demokratiefeindliche und rechtsextreme Partei heutzutage wieder die politische Landschaft verändert. Es wird umso mehr darauf ankommen, dass unsere Gesellschaft dieser Entwicklung mehr als bisher entgegensetzt.
Mit der Initiative „Aschaffenburg ist bunt“ haben sich zum Beispiel in diesem Jahr Organisationen, Vereine und Parteien zusammengeschlossen, um ein Signal gegen Rechtspopulismus und für eine Stärkung der Demokratie und den Zusammenhalt der Gesellschaft zu senden.
Unsere Aufgabe wird es sein, in den kommenden Jahren auch im Land und in den Kommunen deutlich zu machen, dass von der AfD keine Lösungen zu politischen Fragen erwartet werden können, sondern ausschließlich Verweigerungshaltung, Destruktion und rechte Stimmungsmache. Insbesondere die Protest- und Wechselwähler gilt es davon zu überzeugen.
Stockstadt ist in punkto Politik keine Insel. Aber: Die Wählerinnen und Wähler der drei demokratischen Parteien, die die kommunalpolitischen Entscheidungen für unsere Marktgemeinde tragen, haben zu achtzig Prozent bei dieser Wahl für ihre Vertreter im Landtag gestimmt.
Das ist die Realität.
Ihr Benedikt Klebing
Stockstadt, 10.10.2023
„Die SPD-Fraktion setzt auf Mäßigung und Beständigkeit.“ Das ist das Fazit, das Gemeinderat Stefan Schaupp in seiner Stellungnahme zum knapp 50 Millionen umfassenden Haushalt Stockstadts für das kommende Jahr zog.
In der letzten Sitzung des Marktgemeinderates in diesem Jahr machte er deutlich, dass sich die SPD-Fraktion des geringen Spielraums für weitere kostenintensive Projekte bewusst sei.
Dass die notwendigen Investitionen im kommenden, wie auch in den Folgejahren aus Krediten und Rücklagen finanziert werden müssen, sei den aktuellen Bedingungen geschuldet und tauge als dauerhaftes Finanzierungsmodell wenig. Ärgerlich sei zudem, dass allein sechs Millionen Euro als Umlage direkt an den Landkreis abgeführt werden müssen. Dies stelle Stockstadt in Verbindung mit steigenden Personal- und Energiekosten in Zukunft vor enorme Herausforderungen.
Deshalb sei es für die SPD-Fraktion auch nicht nachvollziehbar, dass Gemeinderäte der CSU und der Freien Wähler eine zusätzliche Stelle für einen Hausmeister durchgesetzt haben, die den Haushalt auf Dauer zusätzlich belaste. Und dies, obwohl sogar von Seiten der CSU-Fraktion bestätigt wurde, dass es keinen offenkundigen Mangel oder Reparaturstau an den Liegenschaften der Gemeinde gebe. Für die SPD, so Schaupp, bleibe das Erfordernis einer zusätzlichen Hausmeisterstelle weiterhin ein Geheimnis.
Für die SPD-Fraktion bleibe der Fokus auf jenen Themen, die ihr schon im letzten Jahr wichtig waren. Dazu zählt u.a. die Umsetzung des Radverkehrskonzeptes. Auch wenn einige Maßnahmen bereits umgesetzt wurden, bliebe, so Stefan Schaupp, noch einiges für den Weg hin zu einer fahrradfreundlichen Kommune zu tun. Schaupp wörtlich. „Wir lassen nicht locker und werden alles daransetzen, das Fahrradfahren insbesondere im Ortskern komfortabler und sicherer zu machen.“
Außerdem sieht die SPD noch erhebliches Umsetzungspotential bei der Förderung der E-Mobilität durch Errichtung von privaten wie auch öffentlichen Ladestationen. Stefan Schaupp: „Für eine moderne Industriegemeinde wird es zunehmend zum Standortfaktor, einen infrastrukturellen Beitrag zur Verkehrswende zu leisten und auch Schnellladestationen im öffentlichen Raum anzubieten.“
Zu diesen beiden bereits 2021 eingebrachten Anträgen beantragte die SPD-Fraktion die zeitnahe Erarbeitung einer Förderrichtlinie und die Bereitstellung entsprechender Mittel für die Bezuschussung sogenannter „Balkonkraftwerke“, also kleiner privater Photovoltaikanlagen mit direkter Netzeinspeisung. Damit solle die Gemeinde ein Signal senden, dass die Anstrengungen der Bürgerinnen und Bürger zur Umsetzung der Energiewende honoriert werden.
Vor diesem Hintergrund stimmte die SPD-Fraktion dem Haushaltsplan 2023 mit all seinen Bestandteilen zu.
Zu Beginn seiner Ausführungen hatte Schaupp in sehr eindringlichen und persönlichen Worten einen Bogen geschlagen von den weltweiten Krisen hin zu den Gefährdungen, denen auch unsere Demokratie ausgesetzt sei.
Schaupp: „Unsere freiheitliche Grundordnung zu verteidigen und zu wahren ist unsere Aufgabe. Eine Aufgabe, der wir Tag für Tag aufs Neue nachkommen müssen. Denn die Verfassungsfeinde lauern nicht irgendwo. Sie sind unter uns, auch bei uns in Stockstadt.“
Den vollständigen Wortlaut der Stellungnahme lesen Sie hier.